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Protestkampagnen im Internet Bei Veronika Kneip Johanna Niesyto

Protestkampagnen im Internet Bei Veronika Kneip Johanna Niesyto. Thema des Referates: Kollektive Identität In der Attac Kampagne gegen Lidl Von Anna-Carina Vollmer 673754, acarina1983@aol.com

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  1. Protestkampagnen im InternetBei Veronika KneipJohanna Niesyto Thema des Referates: Kollektive Identität In der Attac Kampagne gegen Lidl Von Anna-Carina Vollmer 673754, acarina1983@aol.com Silke Winter 679305, sil.winter@t-online.de

  2. Gliederung • Geschichte und Daten von Lidl • Aufbau kollektiver Identität • Kollektivhandeln • Der Unversalistische Code • Bildung des Gegners auf Bildebene • Konstruktion kollektiver Identität durch Rituale • Kulturelle Weltbilder der Kampagnenorganisation • Fazit

  3. Quellenverzeichnis • Giesen, Bernhard (1999): Codes kollektiver Identität, in: Gephart, W./ Weidenfels, B. (Hg.): Religion und Identität. Im Horizont des Pluralismus, Frankfurt/M., 13-43. • Winter, Carsten u.a. (Hg.) (2003): Medieninhalte. Identität im Kontext von Globalisierung und Medienkultur, Köln. • Baringhorst, Siegrid (2004), Strategic Framing – Deutungsstrategien zur Mobilisierung öffentlicher Unterstützung in: Kreyher, Volker J. (Hg.), Hanbuch Politisches Marketing, Baden-Baden, 75-88. • http://www.attac.de/lidl-kampagne/ • http://www.lidl.de/de/home.nsf/pages/i.home

  4. Geschichte Teil der Schwarz Unternehmensgruppe Gründung in den 30er Jahren als Lidl & Schwarz Lebensmittelsortimentgroßhandlung Teilung in die Warenhäuser Lidl, Kaufland und Handelsdorf 70er Jahre: erste Lidl Filialen rund um Ludwigshafen 80er Jahre: Expansion innerhalb Deutschland 90er Jahre: Internationales Engagement Geschichte und Daten von Lidl

  5. Umsatz und Mitarbeiter Ca. 2600 Filialen in Deutschland Gesamtumsatz der Schwarz Gruppe für 2004: 36 Milliarden Euro Zahl der Mitarbeiter 80.000 Geschichte und Daten von Lidl

  6. Kritik Drückt Lieferantenpreise Verhindert Bildung von Betriebsräten 2004 erhielt Lidl den Big Brother Award 2005 begann Attac –Netzwerk mit einer Kampagne gegen die Arbeits- und Produktionsbedingungen des Discounters. Geschichte und Daten von Lidl

  7. Viele Möglichkeiten schnell und effektiv bei der Attac Kampagne gegen Lidl mitzuwirken Aktionen vor Ort planen In einer Kampagnegruppe mitarbeiten (Materialien entwickeln, Homepage gestalten) Kampagne Material verteilen Direkt von der Seite aus eine Protest Mail an Lidl schreiben oder eine Protestpostkarte Geld zu spenden Aufbau kollektiver Identität

  8. Aufbau kollektiver Identität • Jedem wird die Möglichkeit gegeben innerhalb eines festgelegten Rahmens sich als Mitglied der Gemeinschaft zu fühlen. • Große Bedeutung des Gefühls der Zusammengehörigkeit • Gefühl der Zusammengehörigkeit kann zu einer kollektiven Identität führen

  9. Aufbau von kollektiver Identität in der Attac- Kampagne durch Klare Definition von „Innen“ und „Außen“ Klare Vorwürfe, klare Forderungen, klare Ziele Handlungsmöglichkeit für Jeden „Aktiv werden geht so einfach“ (http://www.attac.de/lidl- kampagne/index.php?id=20) Aufbau kollektiver Identität

  10. Erreichung der Öffentlichkeit Website 3 Mailing-Listen - Mitglieder von Attac - Alle öffentlichen Kampagne Gruppen -Interessenten Entscheidend Leute vor Ort Aufbau kollektiver Identität

  11. Website Wichtigstes Informationsmedium Täglich aktualisiert  Betreuung der Mitglieder, Information, Motivation Sprache - Viele Aufforderungssetzte - Mitreisend und optimistisch „Mitmachen“/ „Aktiv werden“ / „Gemeinsam sind wir stark“ (http://www.attac.de/lidl-kampagne/) Aufbau kollektiver Identität

  12. Kollektivhandeln „Kollektive Identität bewerkstelligt und gewährleistet die kollektive Handlungsfähigkeit einer Bewegung und macht sie erst zum kollektiven Akteur…“ (Wimmer, J. in Wimmer, C. S. 364)

  13. Definition von gemeinsamen Zielen und Durchsetzung Kollektiver Normen Thematisierung des Problems Benennung von Ursachen und Verantwortlichen Ableitung von Handlungsprogrammen und Problemlösungen Kollektivhandeln

  14. Kollektivhandeln Entscheidend ob ein Problem politisch oder moralisch konstruiert wird. • Politisch Problemlösende Intervention stattlicher Akteure wird gefordert • Moralisch Verantwortung wird Individuen zugewiesen/ Individuelles Engagement und Verhaltensänderung wäre wünschenswert

  15. Bei der Attac Lidl- Kampagne wird das Problem primär moralisch konstruiert Ein Discounter wird Beispielhaft ins Zentrum der Kritik gestellt  Konzentration auf einen klaren Gegner größere Möglichkeit etwas zu bewirken Politische Sichtweise angedeutet, aber nicht Kern der Kampagne Werbung um Zustimmung, Mitglieder, Engagement und Verhaltensänderung Kollektivhandeln

  16. Strategien um Vertrauen aufzubauen Verweis auf vergangene Erfolge Die Assoziation mit prominenten, glaubwürdigen Autoritäten, die die Kompetenz der Initiatoren bezeugen Persuasive Kraft von dokumentarischen Bildern Kollektivhandeln

  17. Verweis auf Vergangene Erfolge Der Attac-Kampagne gegen Lidl Ausführliche Kommunikation über Zwischenerfolge - Einführung von 8 Transfair Produkten - Besuch des offiziellen Chefs von Lidl Kommunikation über die Erfolge soll Informieren und motivieren/ Gefühl etwas gemeinsam erreicht zu haben Kollektivhandeln

  18. Prominente glaubwürdige Autoritäten die Kompetenz der Attac Mitglieder bezeugen Verweis auf Zusammenarbeit mit mehreren Partnern  dadurch Betonung der Wichtigkeit aber auch der Richtigkeit der Sache Motto: „Gemeinsam sind wir stark“ Kooperation mit Ver.di positives, vertrauensvolles Image Kollektivhandeln

  19. Dokumentarische Bilder Bilder und Berichte von Aktionen aus verschiedenen Städten Aussage: Wir treiben gemeinsam die Kampagne voran! Kollektivhandeln

  20. Die Attac-Anti-Lidl kampagne bedient sich universalistischer Codes zur Schaffung Kollektiver Identität. Dieser ist geprägt von… „der Chance zur Erlösung“ (Giesen, S.34) Grenzziehung durch innen und außen Pädagogisierung- Gleiche Möglichkeit zur Teilhabe „Der Gang des Fortschritts“ (Giesen, S.39) Überlegenheit der „moralischen Qualität“ (Giesen, S.41) Der Universalistische Code

  21. 1) Die Chance zur Erlösung Ziel der Nutzer des Universalistischen Codes ist die Möglichkeit zur Erlösung, also das Durchsetzen ihrer Interessen. „Doch wir wollen gutes Leben weltweit!“ http://www.attac.de/lidl-kampagne/index.php?id=107 „Soziale Rechte weltweit!“ http://www.attac.de/lidl-kampagne/index.php?id=15 Der Universalistische Code

  22. 2) Schaffung von Innen und Außen: „Innen und Außen muss bei kollektiver Identität beständig konstruiert werden.“ ( Wimmer 2003,S.264) Die Konstruktion ist nicht beliebig sondern ist von der Wahrnehmung des jeweils anderen abhängig. Interview Kai Schulze: Gegner: Profitorientierte Unternehmen bei denen wirtschaftliche Interessen im Vordergrund stehen. Vs. Gerechtigkeit mit moralischer Qualität Der Universalistische Code

  23. 2) Schaffung von Innen und Außen: Sprachlich findet man Hinweise auf eine „Wir-Sie Bildung“: Zum Beispiel unter den Vorwürfen und Forderungen an Lidl http://www.attac.de/lidl-kampagne/index.php?id=107 „Wir fordern….“, Herr Schwarz  „Wir“- und „Wir-Sie“-Bildung http://www.attac.de/lidl-kampagne/index.php?id=15 Der Universalistische Code

  24. 3) Pädagogisierung  Gleiche Möglichkeit zur Teilhabe Jeder Mensch hat, geht man vom Universalistischen Code aus, die Möglichkeit zur Teilhabe. Kein Mitglied der Gesellschaft wird auf Dauer ausgegrenzt, sondern kann durch Einstellungsänderung der Gruppe beitreten. Der Universalistische Code

  25. 3) Pädagogisierung  Gleiche Möglichkeit zur Teilhabe „Jeder und Jede kann und sollte Lidl-Chef Dieter Schwarz sagen: …“ http://www.attac.de/lidl-kampagne/index.php?id=15 „Wir verurteilen nicht die Menschen die billig einkaufen müssen […]“ http://www.attac.de/lidl-kampagne/index.php?id=15 „In Deutschland ist in den letzten Jahren der Anteil an Lebensmittelausgaben an den Gesamtausgaben pro Haushalt ständig gesunken. Diese Prioritäten der KonsumentInnen haben weitreichende Folgen.“ http://www.attac.de/lidl-kampagne/index.php?id=15 „Kritische Bürgerinnen sind auch beim Einkaufen mit dem Kopf dabei.“ http://www.attac.de/lidl-kampagne/index.php?id=15 Der Universalistische Code

  26. 4) Der Gang des Fortschritts Meint die erzielte „revolutionäre Beschleunigung der Geschichte“ (Giesen, S.39) „Das […] ist wirklich an der Zeit!“ http://www.attac.de/lidl-kampagne/index.php?id=15 „Ein Umsteuern ist nötig!“ http://www.attac.de/lidl-kampagne/index.php?id=15 „Wenn wir den Teufelskreis nicht durchbrechen, wird es schlimmer!“ http://www.attac.de/lidl-kampagne/index.php?id=15 Der Universalistische Code

  27. 5) Überlegenheit der „moralischen Qualität“ (Giesen, S.41) Die Moralische Qualität der „Sache“ ist wichtiger als eine Mehrheitsmeinung. „Die Folgen des Preisdumpings sind teurer als die Preise[…]“ http://www.attac.de/lidl-kampagne/index.php?id=15 „In Deutschland ist in den letzten Jahren der Anteil an Lebensmittelausgaben an den Gesamtausgaben pro Haushalt ständig gesunken. Diese Prioritäten der KonsumentInnen haben weitreichende Folgen.“ http://www.attac.de/lidl-kampagne/index.php?id=15 Der Universalistische Code

  28. 5) Überlegenheit der „moralischen Qualität“ (Giesen, S.41) „Globale soziale Rechte, das ist eine Herausforderung für alle Menschen[…].“ http://www.attac.de/lidl-kampagne/index.php?id=15 Der Universalistische Code

  29. Bildung des Gegners auf Bildebene

  30. Rituale Ständiger telefonischer Kontakt Planung und Durchführung von gemeinsamen Aktionen Tägliche Newsletter die über den neusten Stand informieren Konstruktion Kollektiver Identität durch Rituale

  31. Slogan und Logo Überall präsent um Thema in den Köpfen der Leute zu verankern Slogan Adbusting Konstruktion kollektiver Identität durch Rituale

  32. Kulturelles Weltbild der Kampagnenkommunikation • Wirtschaft hat den Menschen zu dienen, nicht die Menschen der Wirtschaft • Aktionen gegen Umwelt-, Preis- und Sozialdumping • Schwächere sollen nicht ausgenutzt werden auf Kosten von anderen die dies in der Macht haben

  33. Geteilte Weltbilder Kooperationspartner • Mit denen man in einem oder mehreren Punkten zusammenkommt • Mit denen der Grundkonsens übereinstimmt • Die Kompetenz in Bezug auf die Forderungen besitzen

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