1 / 64

Pfeil und Bogen als Sportgerät

BOGENSPORT. Pfeil und Bogen als Sportgerät. von Trainer Martin Ptacnik. Pfeil und Bogen als Sportgerät. Geschichtlicher Rückblick Klassifikationen Aufbau der Sportgeräte Materialien Innovationen und Entwicklungsaussichten sowie Zukunftstendenzen. Themen:.

gada
Download Presentation

Pfeil und Bogen als Sportgerät

An Image/Link below is provided (as is) to download presentation Download Policy: Content on the Website is provided to you AS IS for your information and personal use and may not be sold / licensed / shared on other websites without getting consent from its author. Content is provided to you AS IS for your information and personal use only. Download presentation by click this link. While downloading, if for some reason you are not able to download a presentation, the publisher may have deleted the file from their server. During download, if you can't get a presentation, the file might be deleted by the publisher.

E N D

Presentation Transcript


  1. BOGENSPORT Pfeil und Bogen als Sportgerät von Trainer Martin Ptacnik

  2. Pfeil und Bogen als Sportgerät • Geschichtlicher Rückblick • Klassifikationen • Aufbau der Sportgeräte • Materialien • Innovationen und Entwicklungsaussichten sowie Zukunftstendenzen Themen:

  3. Geschichtlicher Rückblick Pfeil und Bogen – Einst und heute

  4. Geschichtlicher Rückblick Frühe Geschichte von Pfeil & BogenSteinzeit und davor • Beginnzeitpunkt und Kultur unklar Vermutungen über ersten Einsatz ab ca. 60000 v. Chr. • Entwicklung:Steine- und Wurfkeulen werfen→ Speer → Schleuder mit Schlinge → Speerschleuder (bis 300m) → Bogen • Funde:Geschoßspitzen (Horn, Feuerstein) aus 28000 – 17000 v. Chr. Erster erhaltener Pfeilfund stammt aus ca. 9000 v. Chr. Älteste komplette Bogenfunde aus ca. 8000 – 3200 v. Chr.

  5. Geschichtlicher Rückblick Steinzeit:Stabbogen aus Stangenbäume: Eibe Ulme Eisenzeit:Neue Verarbeitungsmethoden und Werkzeuge, aufspalten der Bäume Ägyptische Periode: Bögen mit Compositbauweise aus Holz mit Horn und Tiersehen, verleimt mit Tierleimen. Langbögen aus Akazie, Winkelbögen Asiatischer Raum: Compositbogen als Reiterwaffe Ab ca. 3000 v. Chr. Parallele Entwicklungen in:Mesopotamien, Anatolien und nordasiatischen Steppen

  6. Geschichtlicher Rückblick Ca. 400 v. Chr.: Erfindung der ArmbrustZu Anfangs unhandlich und schwer zu spannen.Gewinn an Bedeutung mit der Entwicklung der Panzerungen Entwicklung des Bogens: • Westasiatischer Winkelbogen ohne Verstärkungen • Kleiner Bogen der Skythen mir starkem Recurve - Bronzepfeilsitzen - mediteraner Dreifingerabschuss • Hunnen und Awaren: Panzerbrechende Bögen - mit Verstärkungen an Griffstück und Wurfarmen - Daumenabschuss mit Daumenring • Verbesserungen des Bogens durch die Völker der: - Magyaren - Mongolen - Seldschuken - Osmanen

  7. Geschichtlicher Rückblick Völker denen der Bogen als wichtige Kriegswaffe galt: • Assyrer (17. Jhdt. - 608 v. Chr.) • Hyksos (1710 - 300 v. Chr.) • Parther (250 - 20 v. Chr.)53 v. Chr. vernichten 9000 partische Reiter 43000 römische Soldaten Schüsse beim heranreiten und abdrehen Parther- Schuss

  8. Geschichtlicher Rückblick • Skythen (7.Jhdt. v. Chr. - 400 n. Chr.) • Meder (728 - 550 v. Chr.) • Perser (ca.550 bis 330 v. Chr. und 224 bis 651 n. Chr.) • Sassaniden (224 bis 651) Skythen - Bogen

  9. Geschichtlicher Rückblick • Hunnen (200 v. Chr. - 453) • Awaren (463 - 803) • Gepiden (454 - 567)

  10. Geschichtlicher Rückblick • Magyaren, die heutigen Ungarn (896-1745) • Mongolen (1162 - 1267)

  11. Geschichtlicher Rückblick • Osmanen, die heutigen Türken (Herrschergeschlecht: 1299 - 1923) • Sarazenen (7. Jhdt. – 9. Jhdt.)

  12. Geschichtlicher Rückblick Der Bogen im mittelalterlichen Europa - Langbogen von nordischen Völkern nach Britannien gebracht In den größten Schlachten des hundertjährigen Krieges: • Die größte Pfeil & Bogen- Industrie entstand • Reine Distanzwaffe für einige hundert Meter • Schlachten mit Pfeilregen von 60 000 Pfeilen pro Minute(ein Schütze hat bis zu 10 Pfeile pro Minute geschossen) • Schlacht von Poitiers: 10 000 Engländer schlugen 60 000 Franzosen • Henry VIII führte das Bogenschießen als Sport ein. 1583 erster organisierter Wettkampf mit 3000 Teilnehmern • Der Bogen als Kriegswaffe wich dennoch schnell zugunsten der Feuerwaffen (seit 14.Jhdt)

  13. Geschichtlicher Rückblick Der Compound Bogen • Für die Bogenjagd entwickelt • 1961: HOYT“ mit erster Stabilisierung • 1967, nach 6 jähriger Entwicklung, hat „Hollis Wilbur Allen“ (USA) den ersten Compoundbogen mit Umlenkrollen der Öffentlichkeit vorgestellt: - ein Tom Jennings Bogen mit 65 lbs. • 1969 nach Verbesserungen, erstes Patent • 1970 - 1985 diverse Experimentalbögen • Seit 1985 ähneln sich die Bögen sehr. Es gibt keine (kaum) bahnbrechende Neuerungen. Design im Vordergrund!

  14. Geschichtlicher Rückblick • Die FITA(Fédération Internationale de Tir à l'Arc) - Gründung 1931 in Polen, Sitz in Lausanne/Schweiz- erstellt ein einheitliches Regelwerk- Austragung von Welt- & regionaler Meisterschaften- führt Rekorde- betreut olympische Spiele • Olympic Archery - Einführung bei olympischen Spielen 1900 in Paris- zwischen 1920 und 1972 wegen mangels an Interesse aus dem Programm genommen - neue publikums- und werbewirksame Finalformen mit 64 Damen bzw. Herren sowie Mannschaftsbewerbe

  15. Klassifikationen Welche Bogenarten (Klassen) gibt es?

  16. Bogenklassen 1. Traditionelle Bögen 2. Recurve Bogen(olympischer Bogen) 3. Compound Bogen 4. Neue Konzepte der Zukunft

  17. Bogenklassen 1. Traditionelle Bögen • Langbögen - englischer Langbogen - Flachbogen • Reiterbögen • Jagdrecurve • Yumi (japanischer Langbogen)

  18. Bogenklassen 1. Traditionelle Bögen • Langbögen: • Englischer Langbogen Kennzeichen: • D-Profil • aus einem Holzstammstück (traditionell aus Eibenholz) • Flachbogen Kennzeichen: • breiter, flacher Wurfarmquerschnitt • mit oder ohne Schussfenster • aus einem Holzstammstück (z.B. Hickory, Ossage-Orange, Robinie, Ulme) oder Compositbauweise aus mehreren MaterialienTraditionelle Werkstoffe: verschiedene Hölzer, Horn, Sehnen, Leder, TierleimeZeitgemäße Werkstoffe: : Kohle- oder Glasfaserverstärkte Kunststoffe Eibe Tip

  19. Bogenklassen 1. Traditionelle Bögen • Reiterbögen Kennzeichen: • kurzer Bogen • Reflex-Wurfarme • kein Schussfenster • Compositbauweise aus mehreren MaterialienTraditionell: verschiedene Hölzer, Horn, Sehnen, Leder, TierleimeZeitgemäß: Kohle- oder Glasfaserverstärkte Kunststoffe Hunnen- Bogen

  20. Bogenklassen 1. Traditionelle Bögen • Jagdrecurve Kennzeichen: • langer Bogen • Reflex-Wurfarme • Schussfenster • Compositbauweise aus mehreren MaterialienTraditionelle Werkstoffe: verschiedene Hölzer, Horn, Sehnen, Leder, TierleimeZeitgemäße Werkstoffe: : Kohle- oder Glasfaserverstärkte Kunststoffe

  21. Bogenklassen 1. Traditionelle Bögen • Yumi (japanischer Langbogen) Kennzeichen: • extrem langer Bogen mit • leichte Reflex-Wurfarme • kein Schussfenster • exzentrischer Griff • Daumenabschuß

  22. Bogenklassen 2. Recurve Bogen(olympischer Bogen) • Kennzeichen: • Lange recurve Wurfarme • Mittelstück kurz bis lang • Griffschale • Pfeilauflage • Visier • Stabilisatoren • Abschuss mit 3 Finger und „Tap“

  23. Bogenklassen 3. Compound Bogen • Kennzeichen: • Wurfarm kurz • Mittelstück lang bis sehr lang • Flaschenzugsystem mit Sehne,Kabel u. Excenterumlenkrollen • Abschuss mittels „Release“ • Pfeilauflage eventuell mit Overdraw • Stabilisatoren mit Schwingungsdämpfungssystemen • Visiersystem • Griffschale

  24. Bogenklassen 4. Neue Konzepte der Zukunft • Möglicherweise in baldiger Zukunft: Der „L’arquer“

  25. Aufbau der Sportgeräte

  26. Aufbau der Sportgeräte Aufbau eines Recurve- Bogens (olympisch): Aufbau eines Compound- Bogens:

  27. Aufbau der Sportgeräte • Wurfarme: Flexibler Bogenteil, der als mechanischer Energiespeicher dient. Recurvewurfarm:Im Abschuss wird die Sehne zusätzlich durch anliegen am Wurfarm verkürzt und der Pfeil erfährt eine höhere Beschleunigung als ohne Recurve.

  28. Aufbau der Sportgeräte • Wurfarme: Recurve- Wurfarmpaar Compound- Wurfarm(Split-System)

  29. Aufbau der Sportgeräte • Wurfarme: Video: Produktion, Funktion, Aufbau von Compoundwurfarmen in Spitlimbtechnologie

  30. Aufbau der Sportgeräte • Mittelstück: Starrer Bogenteil zwischen den Wurfarmen Es dient zur Befestigung aller benötigten Teile wie: • Wurfarme • Pfeilauflage • Visier • Stabilisatoren • Griffschale • Klicker (nur olympischer Bogen)

  31. Aufbau der Sportgeräte • Mittelstück: Video: Mittelstücktechnologie von Compoundbogen Video: Centershot- Mittelstück (Compoundbogen)

  32. Aufbau der Sportgeräte • Bogensehne: „Schnur“, die an beiden Wurfarmenden (Tip) eingehängt ist. Die Bogensehne wandelt die potentielle Energie der Wurfarme in die kinetische Energie des Pfeils um. Der Nockpunktfixator hindert den Pfeil beim Ausziehendes Bogens am nach oben rutschen.

  33. Aufbau der Sportgeräte • Bogensehne: Video: Sehnentechnologie und Gummidämpfer für Compoundsehnen

  34. Aufbau der Sportgeräte • Pfeilauflage Vorrichtung die den Pfeil während des Abschusses stützt. Für Compound und Recurve Bögen verschieden Compound-auflagen: Für Compoundbogen mit Releaseabschuss: Für Recurvebogen mit Fingerabschuss: Recurve-Magnetauflage Recurve-auflagen:

  35. Aufbau der Sportgeräte • Visier – Scope – Peep Sight Vorrichtungssystem, dass das exakte zielen ermöglicht Peep Sight Scheibenvisiere Scope Stachelvisier mit Leuchtpins (Jagdvisier)

  36. Aufbau der Sportgeräte • Stabilisierungssysteme Vorrichtungssysteme zur Verbesserung eines ruhigen Abschusses Stabilisatoren ohne (↑) und mit (↓) integriertem Öl-Dämpfungssystem „Spinne“ Stabilisatoren- Systemanordungen an Recurve Bögen

  37. Aufbau der Sportgeräte • Dämpfungssysteme Vorrichtungssysteme zur Verbesserung eines ruhigen Abschusses Gummidämpfer für Stabilisatoren Video: Gummidämpfer für Compoundmittelstücke Video: Gummidämpfer für Compoundwurfarme

  38. Aufbau der Sportgeräte • Griffschalen von flach bissteil, sowie breit bis schmal, erlauben ein momenteloses Stützverhaltens der Hand auf den Bogen.(individuelle Abstimmung)

  39. Aufbau der Sportgeräte • Griffschalen Video: Griffschalen für Compoundbögen

  40. Aufbau der Sportgeräte Der Klicker dient als konstante, aber individuell einstellbare, Auszugsbegrenzung. Er ermöglicht dadurch jeden Abschuss mit dem gleichen Zuggewicht durchzuführen. Damit erzielt man kleinere hoch-tief- Treffer- Streuungen als ohne Klicker. • Klicker

  41. Aufbau der Sportgeräte • Excenterrollen (nur Compound Bogen) Systeme: • Runde Räder • Ovale Räder Synchronität bei runden weels Mono- CamEin rundes und ein ovales weel

  42. Aufbau der Sportgeräte • Excenterrollen (nur Compound Bogen) Video: Excenterrollen für Compoundwurfarme

  43. Aufbau der Sportgeräte • Release-Aids (nur beim Compound Bogen) Arten: • Standard- oder Zangen- Release • Cascade- Release • Backtension- Release (2) (1.a) (1.b) (3)

  44. Aufbau der Sportgeräte • Tap:Er Dient zum Schutz der Finger beim Zug der Sehne. • Daumenring Eine heute im westlichen Raum kaum mehr verwendete Möglichkeit die Sehne zu ziehen.

  45. Aufbau der Sportgeräte • Pfeile: Aufbau: • Schaft • Spitze • Federn • Nocke

  46. Aufbau der Sportgeräte • Pfeilschaft: Materialien: HolzGlasfieber (veraltet) Carbon Aluminium Aluminium- Carbon

  47. Aufbau der Sportgeräte TopHat- Spitze • Pfeilspitzen: Systeme: • Klebespitzen: Heulspitze: • Schraubspitzen mit Insert: Scheibenspitzen: Jagdspitze: • Planz:Schutzspitze gegen Beschädigungen oder Verletzungen

  48. Aufbau der Sportgeräte • Pfeilfedern: Arten: Naturfedern: Kunststoff Vanes: Spin Wings: Flu-Flu : Federnformen:

  49. Aufbau der Sportgeräte • Pfeilnocken: Systeme: • Selfnock: • Klebenocken: werden auf den kegeligen oder zugespitzten Schaft geklebt • Stecknocken mit Insert Das Insert wird in den Pfeilschaft geklebt

  50. Materialien im Bogensport Von Holz bis Karbonfaserverbundwerkstoffen

More Related